Damit sich der Holocaust nie wiederholen wird…
Erinnern heißt verunsichern
Am 27. Januar 2026 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Der Religionskurs der 10 A hat sich angesichts der bevorstehenden Fahrt zum Konzentrationslager Bergen Belsen mit dem Holocaust auseinandergesetzt.
Erinnern heißt verunsichern, so heißt der Artikel, den die Westfälischen Nachrichten am 26.01.26 veröffentlicht haben. Warum verunsichern? Die Menschen müssen aufgerüttelt werden, sie müssen verstehen, dass der Holocaust keine abgeschlossene Geschichte ist, er ist ein Mahnmal, eine Erinnerung, er ist das Fundament einer Gedenkkultur, die zum Ziel hat, dass dies nie wieder passieren wird. Es ist wichtig, dass wir nicht nur in die Vergangenheit zurückschauen, sondern auch uns in die Menschen versetzen, die damals Opfer des Nationalsozialismus wurden, und dass wir daraus unsere Lehren ziehen, dass wir für die Zukunft lernen und uns für die Zukunft erinnern.
Daher haben die Schülerinnen und Schüler versucht, sich in diese Menschen hineinzuversetzen, die sich plötzlich vor einem Konzentrationslager wiederfanden, den nahen Tod vor Augen.
Der folgende Text ist der einer Schülerin der 10a, Pheobe Gottschalk, die uns allen eindringlich vor Augen führt, warum wir einer Gedenkkultur bedürfen, warum wir die Gedenkstätten der Konzentrationslager besuchen und besuchen sollten:
Das Gebäude wirkt sehr dunkel und unheimlich, alles sieht kalt und bedrohlich aus, nicht einladend. Die Gleise führen direkt auf das Tor zu und es sieht so aus, als gäbe es keinen anderen Weg außer diesem. Ich sehe keine Menschen, was den Ort noch trauriger macht. Wenn ich mir vorstellen müsste, dahin deportiert zu werden, hätte ich wirklich viel Angst, da ich nicht weiß, was mich erwartet. Ich werde von meiner Familie getrennt und weiß nicht, ob ich sie jemals wiedersehen werde. Ich hätte auch Angst vor den Befehlen von den Soldaten. Alles geht schnell und ich muss hart arbeiten. Außerdem bin ich müde und kriege fast kein Essen. Ich fühle mich wertlos und entmenschlicht, aber trotzdem versuchen ich und die andern nicht aufzugeben.
Sieht man sich den Eingang zu dieser Gedenkstätte heute an, finde ich es schwer zu glauben, dass an diesem Ort so viele Menschen gelitten haben und gestorben sind und ich finde es so schrecklich, da die Stätte zeigt, wozu Menschen fähig sind. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder geschehen wird. Ein Besuch würde mir außerdem klar machen, wie wichtig es ist, Menschen zu respektieren, egal, an was sie glauben und woher sie kommen. Bei einem Besuch in einer Gedenkstätte eines ehemaligen Konzentrationslagers würde man sehr viel über die Zeit dort lernen und „mitnehmen“. Ich könnte alles einmal hautnah sehen.
Ein Besuch in Auschwitz oder Bergen-Belsen zeigt mir, dass Freiheit und Frieden nicht selbstverständlich ist und dass viele Menschen leiden mussten, obwohl sie nichts Falsches getan haben. Ich merke, dass es wichtig ist, sich an die Vergangenheit zu erinnern, damit solche Dinge nicht vergessen werden.
Wenn man vergisst, was passiert ist, besteht die Gefahr, dass sich die Geschichte wiederholt.







